Silikatkeramik in der Zahntechnik

Silikatkeramik

Eins der traditionellsten Materialien in der Zahntechnik ist die Silikatkeramik, die aufgrund ihrer amorphen Glasphase auch oft als Glaskeramik bezeichnet wird. Diese als konventionell bezeichnetet Dentalkeramiken bestehen grundsätzlich aus mindestens zwei Bestandteilen, Matrix und darin dispers verteilte Füllkörper. Die Matrix besteht aus einer amorphen, transluzenten Glasphase, in welche Leuzitkristalle eingelagert sind. Die Dotierung mit Leuzit, die innerhalb der Silikatkeramikarten (z.B. Glas- oder Feldspatkeramik) stark variieren kann, steurt die Transluzens des Materials. Das bedeutet nichts anderes, als das die Glasphase bei höherem Leuzitanteil getrübt wird. Die mechanischen Eigenschaften wie Biegefestigkeit werden allerdings ansteigen, die Stabilität des Materials also erhöht. Silikatkeramiken werden vorrangig in Fällen eingesetzt, in denen ästhetisch hochanspruchsvolle Ergebnisse erzielt werden sollen, z.B. im Frontzahnbereich. Hier kann das polykristalline, opake Zirkonoxid zumindest als vollanatomische Konstruktion in keinem Fall mithalten. Je nach Leuzitgehalt wird Silikatkeramik als Verblendmaterial oder Presskeramik verwendet. Auch ist im CAD/CAM-Bereich die Verarbeitung von vorgefertigten Blöcken möglich.

 

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